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Research

Retail Work Experience:
Gemeinsame Studie der Technischen Hochschule Ingolstadt und des Instituts
im Themenbereich Mediennutzung und Elektromobilität

 

Bis 2020 sollen auf deutschen Straßen mindestens 1 Million Elektroautos unterwegs sein. Nachhaltige Mobilität mit den "Stromern" im Fokus ist seit Jahren Chefsache. "Deutschland soll Leitmarkt für Elektrofahrzeuge werden", sagte einst Bundeskanzlerin Merkel.

Im Herbst 2015 sind knapp 19.000 Stromer in Deutschland unterwegs. Gegenüber 2014 bedeutet das zwar einen Anstieg von immerhin 36% und sogar 62% im Vergleich mit dem Jahr davor. Dennoch wird in Fachkreisen das Überschreiten der Millionengrenze binnen längstens fünf Jahren nach wie vor bezweifelt.

Eine gemeinsam von der Technischen Hochschule Ingolstadt und dem Institut für automobiles Marketing durchgeführte Studie unter rund 300 Studierenden ging der Frage nach, wie groß das Kaufpotential für elektrisch betriebene Fahrzeuge innerhalb der jungen, akademischen Käufergruppe ist. Denn einerseits sind es die jungen Leute, die sich in der Regel am offensten zeigen gegenüber neuen Technologien und Trends - der Shell Jugendstudie 2015 zufolge in dieser Zeit sogar ausgeprägter den je. Und andererseits steht nach dem Berufseinstieg häufig der Kauf eines (eigenen, höherwertigeren) Fahrzeugs an.

Und tatsächlich: mehr als 8 von 10 unserer knapp 300 Befragten mit einem Durchschnittsalter von 23 Jahren können sich vorstellen, ein Elektro- oder Hybridauto zu kaufen. Am Thema Elektromobilität generell herrscht derzeit aber (noch) kein überbordendes Interesse: Rund 40% haben sich bisher intensiver damit auseinander gesetzt - dies dürfte dem Umstand geschuldet sein, dass weder Elektromobilität im Allgemeinen noch Elektroautos im Speziellen im Alltag übermäßig präsent sind. Und: Im Gegensatz zu Apple & Co. sieht die große Mehrheit der Befragten in einem Stromer kein Trendutensil (<10%) - vielmehr spielen praktische Faktoren wie Reichweite und Anschaffungspreis (jeweils um 90%) die Hauptrollen.

THI und IfaM nahmen die Studie auch zum Anlass, die Mediennutzung der angehenden Akademiker zu untersuchen. Denn z.B. bei BMW und Tesla war es eben auch die Elektromobilität, die mit neuen Vertriebsformen, z.B. der Online-Bestellung beim Hersteller oder der Probefahrt bei einigen wenigen, zertifizierten E-Partnern aufwartete. Die Ergebnisse zeigen aber: die junge Zielgruppe informiert sich schon viel im Internet. Dennoch stehen bei Kaufentscheidungen der Rat aus dem privaten Umfeld der Befragten (88%) sowie die fachliche Beratung bei einem Automobilhändler (77%) im Vordergrund.

Die Jungen werden allenfalls etwas "sprunghafter": Die Gebundenheit an einen bestimmten Automobilhändler und damit eventuell bereits vorhandenes Vertrauen bewertet nur mehr die Minderheit der Befragten als einen triftigen Kaufgrund (weniger als jeder Vierte). Dennoch bleibt den Händlern noch einiges an Spielraum, um sich in der jungen Zielgruppe mit langfristiger Kundenbindung zu versuchen: nur 1/3 der befragten Studierenden sind mit ihren Erfahrungen im Automobilhandel bisher wirklich zufrieden gewesen.

Und ein weiterer, interessanter und auch etwas überraschender Aspekt aus der Untersuchung ist noch hervorzuheben: Obwohl die Befragten das Internet hauptsächlich zwecks Social Media und Communities nutzen, spielen derartige Angebote beim Automobilkauf kaum eine Rolle: 80% der Befragten gaben an, dass Facebook & Co. alsm Informationsquellen beim Automobilkauf nicht zum Zuge kommen. Darüber hinaus folgt quasi jeder seinen Lieblingsmarken und -unternehmen eher im Stillen: nicht einmal jeder Zehnte gab an, Unternehmensbeiträge auf Facebook zu kommentieren oder gar zu teilen!

Studienergebnisse Retail Work Experience

Für eine vergrößerte Ansicht der Abbildung klicken Sie bitte hier.

Sie haben Interesse an der kompletten Studie oder möchten weitere Erkenntnisinteressen in zukünftige Studien mit einbringen? Dann kontaktieren Sie bitte das Insitut für automobiles Marketing.

Ansprechpartner:

Christian Gruber
Phone +49 89 287 789-193
E-Mail schreiben

 

Qualifizierung

Fazit unserer Marktforschung zum Qualifizierungsbedarf im Automobilhandel

 

Aus den Ergebnissen der Studie geht hervor, dass der Automobilhandel seine Marketing-Effizienz als genügend bis ungenügend einschätzt:

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Daraus resultiert eine hohe Nachfrage an Qualifizierungs-Angeboten. Im Fokus des Handels stehen dabei Marketing-Themen, die in der Regel bereits branchenübergreifend am Trainingsmarkt angeboten, scheinbar vom Automobilhandel aber nicht genutzt werden. Ein möglicher Grund ist die mangelnde Ausrichtung auf die Spezifika des Automobilmarktes sowie die individuellen Bedürfnisse der Handelspartner.

In vielen Betrieben ist Marketing noch „Chefsache“. Der Geschäftsführer verantwortet es persönlich – ein Trend, der in Zukunft aber rückläufig sein könnte. Die Aus- und Weiterbildung im Bereich Marketing wird in erster Linie bei den Marketingverantwortlichen, den Verkaufs- und Serviceleitern gesehen. Marketing wird auf viele Schultern verteilt und mit den Verkaufsbereichen entstehen wirksame Vertriebseinheiten.

Befragt wurden ca. 1.100 Automobilhändler aller Marken in Deutschland. Die durchschnittliche Betriebsgröße beträgt 190 Mitarbeiter. Die Befragung fand Online statt und wurde an Geschäftsführer, Führungskräfte und Marketingverantwortliche in den Autohäusern versandt.

Die Zusammensetzung der Befragungsteilnehmer:

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Sie wünschen Informationen zu weiteren Ergebnissen? Dann kontaktieren Sie gern Christian Gruber.

Ansprechpartner:

Christian Gruber
Phone +49 89 287 789-193
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